Sigma-IT_VPN-Netzwerk

VPN: Sichere Datenübertragung über öffentliche Netze!

29. November 2021 | geschrieben von: Tobias Jörke

Dezentrales Arbeiten ist im Trend. Global offerieren immer mehr Firmen ihren Mitarbeitern die Option, remote tätig zu sein. Um ihnen hierbei eine sichere Kommunikation zu erlauben, ist die Nutzung von VPNs grundlegend. Wie ein virtuelles privates Netzwerk funktioniert und welche Nutzen ihr Einsatz verspricht, lernen Sie in dem nachstehenden Artikel.

Unwichtig, ob im Café, am Airport, in der Bürogemeinschaft oder im Home-Office: Dezentrales Arbeiten ist dieser Tage bei weitem keine Utopie mehr. Richtig umgesetzt eröffnet es sowohl den Arbeitskräften als auch den Firmen gesteigerte Flexibilität, Rentabilität und Effizienz.

Gemäß dem Research- und Consultingunternehmen Gartner werden bis Jahresende 2021 voraussichtlich 51 v.H. aller weltweiten White-Collar Worker von remote tätig werden. Im Jahr 19 waren es noch 27 Prozent. Zudem geht Gartner davon aus, dass bis Jahresabschluss 2021 rund 32 % aller weltweiten Angestellten von remote agieren werden. Im Wirtschaftsjahr 2019 waren es hingegen noch 17 %.

Ebenso veranschaulicht eine neue Studie im Namen von LogMeIn, dass mobiles Tätig sein für den wirtschaftlichen Erfolg wie auch die Mitarbeiterzufriedenheit unentbehrlich ist. Ganze 62 % der befragten Angestellten sind glücklicher, wenn sie flexibler arbeiten können. Zudem kann Remote Work sowie seine flexible Umsetzung in Zukunft bedeutend sein, um Mitarbeiter an einen Betrieb zu binden.

Doch trotz all den Optionen und Möglichkeiten birgt die neue Remote-Arbeitswelt signifikante Risiken und Gefahren mit Blick auf die digitale Sicherheit.

Darum ist jede zusätzlich eingeführte IT-Securitymaßnahme, die etwa einen gesicherten Remotezugriff auf Betriebsressourcen, einen verschlüsselten Traffic oder aber eine geschützte VoIP-Telefonie beim mobilen Arbeiten gewährleistet, von Vorteil – wie bspw. die Verwendung eines virtuellen privaten Netzwerks (aus dem Englischen „Virtual Private Network“), abgekürzt VPN.

Geschützte Datenkommunikation dank Verschlüsselung! 

Bei einem virtuellen privaten Netzwerk handelt es sich um ein virtuelles, in sich geschlossenes Netz, das das Web als Medium benutzt sowie einen verschlüsselten und zielgerichteten Datentransfer zwischen zwei oder mehr Netzwerkendgeräten erlaubt.

Zwischen den Beteiligten entstehen im Zuge dessen mittels Verschlüsselungs- und Tunneling-Protokollen verschlüsselte Tunnelverbindungen, die die Vertraulichkeit, Integrität ebenso wie Authentizität der übermittelten Daten gewährleisten und diese vor Zugriff, Modifikation oder auch Missbrauch durch Dritte schützen.

Zu den bekanntesten Verschlüsselungs- und Tunneling-Protokollen zählen:

•              das Point-to-Point-Tunneling-Protokoll

•              das Secure Socket Tunneling Protokoll

•              das OpenVPN-Protokoll

•              das Layer 2 Tunneling-Protokoll und

•              das Internet Key Exchange Version 2

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Verwendungsszenarien für VPNs!   

Mittlerweile kommen virtuelle private Netzwerke in vielen Bereichen zum Einsatz.

Je nach Verwendungsszenario müssen sie jedoch anders realisiert werden, um die Vorgaben an die digitale Absicherung einhalten zu können.

Im Allgemeinen unterscheidet man bei virtuellen privaten Netzwerken zwischen 3 unterschiedlichen Sorten:

  1. Site-to-Site-VPNs

Mit einem Site-to-Site VPN können Betriebe zahlreiche Unternehmensstandorte, Außenstellen oder Niederlassungen miteinander verbinden. Insofern sind Geräte wie Server, Netzwerkfestplatten ebenso wie VoIP-Gateways aus beiden verbundenen Locations erreichbar. Bei einem Site-to-Site VPN schicken und empfangen die Endpunkte üblichen TCP/IP-Traffic durch ein sog. VPN-Gateway, welches für die Chiffrierung sowie die Verpackung des ausgehenden Datenverkehrs zuständig ist. Der Austausch der Daten selbst wird im Anschluss durch einen VPN-Tunnel über das Internet an ein entsprechendes Ziel-Gateway gesendet, welches den Inhalt dechiffriert und die Daten an den entsprechenden Endpunkt binnen des privaten Netzwerks weiterleitet.

2. End-to-Site-VPNs

Mit dem End-to-Site-VPN können Unternehmen ihren Remote-Beschäftigten den Fernzugriff auf ihr Geschäftsnetzwerk erlauben. Der Virtual Private Network-Tunnel zum lokalen Netzwerk wird durch einen VPN-Client auf dem Endpoint des externen Mitarbeiters bereitgestellt. Als Medium kommt das Web zur Verwendung. Das ermöglicht es den Beschäftigten, über einen beliebigen Zugang zum Internet auf das Unternehmensnetz und dadurch auf Daten- und Email-Server, bzw. ausgewählte Unternehmensapplikationen, zuzugreifen.

VPN schützt!   

Gegenwärtig nutzen zahlreiche Unternehmungen Virtual Private Networks, um ihre Unternehmensstandorte zu vernetzen ebenso wie ihren Remote-Angestellten einen verlässlichen Fernzugriff auf die innerbetrieblichen Ressourcen und Anwendungen des Betriebes zu gewähren.

Die Nutzen sprechen für sich: Denn Virtual Private Networks können,

1. vor Ausspähung und Identitätsklau schützen!

Durch den Einsatz eines VPNs können Geschäftsbetriebe Cyberattacken wirksam vermeiden, insofern der Virtual Private Network-Client dafür sorgt, dass nur sichere Connections aufgerufen werden. Sollte eine VPN-Verbindung einmal unterbrechen, wird keine neue Connection aufgebaut, welche ausgelesen werden könnte.

2. verlässliche VoIP-Kommunikation ermöglichen!

Besonders beim Remote-Work ist VoIP-Kommunikation (Beachten Sie dazu ebenso unseren Beitrag …) ein Segen. Durch die Verwendung von VPNs können die Voicepackets der Voice over IP-Telefonie sicher über das Web übertragen werden, wodurch eine abhörsichere Unternehmenskommunikation gewährleistet wird.

3. die Datenkommunikation neuer Endpunkte sicherstellen!

Durch das dezentrale Tätig sein werden immer mehr End Devices -oftmals auch persönliche Devices der Angestellten- in die Firmenprozesse einbezogen. Durch die Benutzung von VPNs können Firmen die Gefahren, die dabei entstehen, minimieren und ihren Remote-Beschäftigten eine risikolose Datenkommunikation ermöglichen.

4. einen geschützten Traffic in fremden Netzen gewähren!

Immer häufiger nutzen Remote-Beschäftigte aus Bequemlichkeit frei zugängliche WLANs, die von Herbergen, Bars oder anderen Hotspots zur Verfügung gestellt werden. Unerfreulicherweise sind frei zugängliche Hotspots in der Tat öffentlich und überhaupt nicht gesichert. Durch den Einsatz von Virtual Private Networks können Unternehmen auch bei Benutzung öffentlicher Hotspots ihren Datentransfer vor dem Abhören oder Ausspionieren schützen.

Mehr Datensicherheit wie auch eine bessere Kommunikation dank VPNs! 

Der neue Bericht IT-Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland 2021 des BSI macht deutlich:

Die Bedrohungslage ist bedenklich!

Demnach wird es ständig zentraler sowohl den dienstlichen als auch den privaten Datenverkehr vor unbefugtem Abruf, Spionage und Sabotage zu schützen.

Durchgesetzt hat sich in diesem Zusammenhang ein umfassendes sowie mehrschichtiges IT-Sicherheitskonzept, das neben leistungsstarken Antivirapplikationen wie auch Firewalls der nächsten Generation auch die Verwendung von Virtual Private Networks für die vollständige Kommunikation vorsieht.

Möchten auch Sie mit einer geeigneten VPN-Solution Ihren Remote-Angestellten einen sicheren Remotezugriff ermöglichen und haben Sie noch Fragestellungen zu Virtual Private Networks? Wir unterstützen Sie gerne!

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