Cloud-Speicher: Informationen speichern, aber zuverlässig!

22. Juli 2021 | geschrieben von: Tobias Jörke

Cloud-Speicherdienste haben in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit und Popularität gewonnen. Mittlerweile nutzen immer mehr Unternehmen Cloud-Speicher, um ihre Geschäftsdaten zu speichern, zu bearbeiten und zu teilen. Jedoch wird dabei oftmals ein entscheidender Aspekt übersehen: Die Absicherung der Cloud-Speicherlösung obliegt nicht nur dem jeweiligen Cloud-Dienstleister, sondern auch dem Betrieb selbst. Daher sollten Unternehmen erweiterte Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, die bei der Nutzung von Cloud-Speicherdiensten vor eventuellen Gefahren schützen.

Hierzu gehören vor allem die Realisierung von starken Authentifizierungsverfahren, die Verschlüsselung von Informationen, der Einsatz von wirkungsvollen Lösungen zur Prävention von Datenverlusten sowie regelmäßige IT-Sicherheitsschulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Egal ob Start-Ups, Mittelständler oder Konzerne: Die Anwendung von Cloud-Speicher-Lösungen wie Microsoft Onedrive, Google Drive, iCloud und Dropbox liegt im Trend.

Gemäß dem Cloud-Monitor 2021 vom Branchenverband Bitkom und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG setzen inzwischen 82% der Betriebe in Deutschland auf Rechen- und Speicher-Dienstleistungen aus der Cloud.

Sehr wohl stellt sich hierbei die Frage: Sind die Daten in der Cloud auch tatsächlich sicher?

Fakt ist: Eine sorglose Handhabung mit Cloud-Speicherlösungen öffnet Einfallstore für Internetkriminelle, Wirtschaftsspione und Geheimdienste. Zudem sind Anbieter von Cloud-Speicherdiensten, trotz der enormen Sicherheitsvorkehrungen weder vor ausgeklügelten Cloud-Angriffen noch vor nicht erwarteten Havarien wie Stromausfällen, Stürmen oder Bränden gefeit, wie der IT-Sicherheitsvorfall beim Cloud-Dienstleister OVH imposant bewies.

Vor diesem Hintergrund sollten Firmen ergänzende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, die nicht nur vor Cloudangriffen, Havarien, Datenlecks und unbefugten Zugriffen bewahren, sondern auch zugleich die Cloudsicherheit, die Datensicherheit und den Datenschutz erhöhen.

Wer seine Daten in der Cloud speichert, muss sich auch um die Security kümmern.

Die Geschäftswelt dieser Tage ist aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung verstärkt vernetzt. Gleichzeitig kommen jedes Jahr gewaltige Daten zusammen, die Unternehmen erfassen und sichern, verarbeiten und nutzen möchten.

Hier kommen Cloud-Speicherlösungen ins Spiel.

Im Unterschied zu klassischen Speichermedien wie Festplatten, CDs, DVDs oder USB-Sticks eröffnen Cloud-Speicher vor allem ein hohes Kosteneinsparungspotenzial, eine nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit und eine höhere Flexibilität. Außerdem sind die Daten im Cloud-Speicher ort- und geräteunabhängig abrufbar, sodass eine permanente Verfügbarkeit gewährleistet und die dezentrale Zusammenarbeit in Projektteams unterstützt und optimiert wird.

Jedoch wird bei der Nutzung von Cloud-Speicherlösungen oft ein wichtiger Aspekt vergessen: Die Absicherung des Cloud-Speichers obliegt nicht nur dem entsprechenden Cloud-Dienstleister, sondern auch der Firma selbst.

Um Datenverluste und Sicherheitsvorfälle zu minimieren, sollten Betriebe daher den Basisschutz von Cloud-Speicherlösungen durch zusätzliche eigene Sicherheitsmaßnahmen ergänzen.

Keine Kompromisse bei der Absicherung von Cloud-Speicherlösungen!

Mit der steigenden Ausbreitung von Cloud-Speicherlösungen häufen sich Negativschlagzeilen über erfolgreiche Cloudangriffe, Havarien, Datenlecks oder unbefugte Zugriffe.

Die Gründe zu dem Thema sind vielfältig: Gemäß dem Orca Security 2020 State of Public Cloud Security-Report von Orca Security zufolge, reichen sie von Authentifizierungs- und Berechtigungsproblemen über ungepatchte internetbezogene Workloads bis hin zu falsch konfigurierten Cloud-Speichern.
Außerdem herrscht in vielen Unternehmen ein sorgloser Umgang mit Cloudspeichern sowie Cloud-Daten.

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Kriterien und Sicherheitsvorkehrungen zur Selektion und Verwendung von Cloud-Speicherlösungen:

  1. Cloud-Speicher aus Deutschland!

An erster Stelle gilt es einen Cloud-Provider auszuwählen, der den immer größer werdenden Vorgaben an den Datenschutz Rechnung trägt. Das bedeutet, dass Betriebe bei der Wahl eines passenden Cloud-Speicherdienstes prüfen, an welchen Standorten sich die Rechenzentren des ausgewählten Cloud-Providers befinden und ob dieser die Datenschutzbestimmungen einhält. Liegen die Rechenzentren in Deutschland, können die Betriebe davon ausgehen, dass ihre Daten dem nationalen bzw. dem europäischen Recht und den Standards wie der EU-DSGVO unterliegen. Das bringt ihnen nicht nur höchste Datensicherheit, sondern auch den optimalsten Datenschutz, da die Cloud-Anbieter zur Einhaltung eines hohen technischen Sicherheitsniveaus und einer datenschutzkonformen Arbeitsweise verpflichtet sind.

2. Maximale Datensicherheit durch Verschlüsselung!

Eine lückenlose Verschlüsselung von Daten bildet die erfolgreichste Verteidigungslinie der Unternehmen beim Schutz der Daten – gerade in der Cloud. Daher sollten Unternehmen starke Cloud-Verschlüsselungslösungen implementieren, um die Daten bereits vor dem Raufladen in den Cloud-Speicher codieren zu können.

3. Doppelt gemoppelt hält besser!

Um die Datensicherheit bei der Benutzung von Cloud-Speichern zu gewährleisten, dürfen neben starken Verschlüsselungslösungen und sicheren Passwörtern, effektive Authentifizierungslösungen nicht fehlen. Damit die Daten in einem Cloud-Speicher dauerhaft geschützt bleiben, können Unternehmen zusätzlich zum Passwort einen zweiten Faktor einsetzen. Damit ist der Zugriff auf den Cloud-Speicher erst mit einem zweiten Identitätsnachweis durchführbar.

Hierzu zählen:
• Token, Smartcards oder USB-Schlüssel, mit und ohne Zertifikat
• Einmal-Passwörter (OTP)
• Authenticator-App

4. Daten nicht nur der Cloud sichern!

Unternehmen setzen immer öfters Cloud-Speicher ein, um ihre Daten zu sichern. Auf den ersten Blick scheinen die Cloud-Speicher das optimale Backup zu sein. Schaut man jedoch genauer hin, entdeckt man, dass die Geschäftsdaten in den Cloud-Speichern nicht heimatlos umherschwirren, sondern in Rechenzentren der Cloud-Anbieter gesichert sind – und wie schon anfangs erwähnt sind diese weder vor raffinierten Cloud-Angriffen noch vor nicht erwarteten Havarien wie Stromausfällen, Stürmen oder Bränden gefeit. Vor diesem Hintergrund sollten Firmen außerdem ein lokales Backup für ihr Cloud-Daten einrichten, oder aber einen weiteren Cloud-Provider nutzen, um einen Datenverlust vorzubeugen.

5. Ungewollten Datenabfluss blockieren!

Durch den vermehrten Einsatz von Cloud-Speichern in Unternehmen wächst die Sorge vor unerwünschtem Datenverlust. Durch den Gebrauch von wirkungsvollen Konzepten zur Vorbeugung von Datenverlusten (Data Loss Prevention, kurz DPL) können Firmen einen ungewollten Abfluss von sensiblen Daten verhindern. Dabei umfassen Data Loss Prevention-Lösungen eine Sammlung verschiedenster Techniken, wie Scanning-Verfahren, Datenanalyse, Datenklassifizierung, Richtlinienverwaltung, Rechteverwaltung, Hardwareerkennung und vieles mehr.

6. Jeder Mitarbeiter zählt!

Die Zahl der Cloud-Angriffe steigt fortlaufend. Da menschliches Versagen erwiesenermaßen häufig für IT-Sicherheitsvorfälle verantwortlich ist, sollten Unternehmen mit turnusmäßigen und effektiven IT-Sicherheitsschulungen zu den Themen Cloud-Sicherheit, IT-Sicherheit, Datensicherheit und Datenschutz das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärken. Der Vorteil: Gut geschulte Kollegen sind der beste Schutz vor Internetbedrohungen.

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