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5G: Mehr Durchblick im Akronym-Dschungel!

8. Juni 2022 | geschrieben von: Tobias Jörke

Obwohl man bis vor ein paar Jahren gänzlich ohne flexibles Datenvolumen lebte, sind heute mobile Endgeräte ohne mobilem Internetzugang unvorstellbar. Um mobiles Datenvolumen auf Smartphones, Tablets, Laptops & Co. einsetzen zu können, kommen mittlerweile unterschiedliche Mobilfunktechniken sowie Mobilfunkstandards zum Einsatz beispielsweise GPRS, EDGE, UMTS, LTE und 5G. Was die diversen Mobilfunk-Akronyme bedeuten, wo exakt die Unterschiedlichkeiten sind und welcher Mobilfunkstandard der aktuelle zu sein scheint, erfahren Sie in dem nachfolgenden Beitrag.

Eine portable Internetnutzung ist aus unserem gegenwärtigen Geschäftsalltag nicht weiter wegzudenken. Ob Geschäftsmails beantworten, Kundenanfragen verarbeiten oder auch Terminierung organisieren: Dank der zunehmenden Verbreitung zeitunabhängiger und ortsungebundener Arbeitsweisen, einem verstärkten Einsatz dynamischer Endgeräte und der Vielfalt innovativer Office- sowie Produktivitäts-Mobile-Apps, scheint es inzwischen in etlichen Unternehmen gängig, von unterwegs durch mobiles Internet zu agieren.

Die Folge: Der mobile Datenverkehr ist im Rahmen der vergangenen 10 Jahre um fast das 300-fache gewachsen.

Allein in Deutschland wurden 2021, aktuellen Medienberichten entsprechend, darunter das Handelsblatt sowie das SPIEGEL Netzwerk, 1,4 Mrd. Gigabyte Daten über das Vodafone-Netz, mehr als zwei Mrd. über Telefónicas O2-Netz und rund 1,8 Mrd. GB über die Telekom-Netze transportiert.

Aber mobiles Internet ist keinesfalls einfach mobiles Datenvolumen!

Denn abhängig von Dienstleister, Gegend sowie Beitrag werden die portablen Daten über unterschiedliche Mobilfunknetze übertragen, welche noch einmal auf unterschiedlichen Mobilfunktechniken und Mobilfunkstandards beruhen – plus sich deshalb durch unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen differenzieren.

Was versteht man unter 5G?

5G ist momentan der jüngste Mobilfunkstandard für Mobilfunknetze. Er wird als fünfte Generation der Mobilfunktechnik betitelt. Wie seine Vorläufer Global System for Mobile Communications (GSM), General Packet Radio Service (GPRS), Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE), Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) sowie Long Term Evolution / (Long Term Evolution Advanced (LTE/LTE+) auch, wurde 5G durch die Standardisierungsorganisation 3rd Generation Partnership, kurz 3GPP, weiterentwickelt sowie standardisiert.

Das Ziel des neuen Mobilfunkstandards ist es, seine Kompetenzen aber genauso Ziele seines Vorgängers LTE (4G) zu übertreffen und innovative Maßstäbe bezüglich der Datengeschwindigkeit, Latenzperiode, Endgerätedichte, Verfügbarkeit, Energieeffizienz, Beständigkeit sowie Datensicherheit festzulegen. Damit läuft der neue Mobilfunkstandard erheblich über eine digitale Telefonie sowie das schnelle mobile Internet hinaus. Zum einen gilt dieser als Erwiderung auf den global steigenden Datentraffic, welcher etwa durch das Internet der Dinge, etlicher Streamingdienste plus Big Data getrieben wird. Zum anderen stellt er die Richtung für die mobile Gigabyte-Welt.

Worin unterscheidet sich 5G von ihren Vorgängern!

Die neue Mobilfunktechnologie bietet im Vergleich zu unseren Vorgängerstandards LTE (4G) und UMTS (3G) hohe Datenraten von zehn Gigabit pro Sekunde und Latenzzeiten von weniger als einer Millisekunde. Hierdurch wird erstmals Echtzeitkommunikation unter Personen, Geräten, Maschinen und Dingen machbar. Um die Reichweite zu erweitern, unterstützt 5G ein erheblich größeres Spektrum und es werden zum ersten Mal neue Techniken eingebaut wie:

  • Orthogonal Frequency Division Multiplexing, kurz OFDM: Bei OFDM handelt es sich um eine Modulationstechnik, welche sehr flexibel funktioniert und die Kombination mehrerer variabler Trägerfrequenzen mit unterschiedlichen Bandbreiten plus Intervallen ermöglicht.
  • Massive Multiple Input Multiple Output, kurz MIMO: Bei MIMO dreht es sich um das Verfahren, das durch die geschickte Ausnutzung vieler Sende- sowie Empfangsantennen die Datenübertragung über parallele Verbindungen erlaubt und für einen höheren Datendurchsatz steht.
  • Beamforming: Mit Beamforming wird eine Übertragungsleistung in bestimmte Raumrichtungen gesammelt und optimiert. Dadurch lassen sich Signale gezielt in Richtung des einsatzbereiten Endgeräts ausstrahlen.
  • Small Cells: Small Cells komprimieren vorhandene Antennenstandorte bei besonders großem Bedarf, um die Netzwerkkapazität zu erhöhen und Netzüberlastungen bei Großveranstaltungen oder etwa in Bahnhöfen, Flughäfen sowie Innenstädten solide zu umgehen.
  • Network Slicing: Beim Network Slicing wird das Handynetz bedarfsabhängig in anwendungsspezifische Ebenen eingeteilt, mit dem Ziel, mehrere virtuelle Teilnetze parallel zu betreiben. Die Unterteilung gestattet es, verschiedensten Nutzungen exakt die Ressourcen bereit zu stellen, welche diese benötigen.

Was sind die Vorteile von 5G?

Die Vorteile von 5G im Vergleich zu LTE liegen deutlich auf der Hand.

Für Unternehmen:

  • Datenraten bis zu 10 Gbit pro Sekunde
  • Latenzzeiten unterhalb 5 Millisekunden
  • Beständigkeit bis zu 99,999 %
  • eine optimierte Maschine zu Maschine Interaktion, kurz M2M zur Automation der Produktion
  • eine verbesserte Verknüpfung und Steuerung von Produktion, Anlagen, Lagern sowie Logistik
  • die Interaktion der Anlagen in Echtzeit, knapp M2M
  • eine optimierte Roboter- und Maschinensteuerung
  • eine garantierte Netzverfügbarkeit über private Campusnetze, sprich geschlossene 5G-Netze für ein lokales Firmengelände
  • eine intelligente Wartung
  • digital ferngesteuerte OPs

Verbraucher profitieren gegenüber zu LTE etwa durch:

  • ein schnelleres mobiles Hochgeschwindigkeitsnetz für Interaktion und multimediale Nutzungen wie beispielsweise mobile Spiele, Streaming, 4K-Video
  • eine optimierte Netzabdeckung sowie Netzstabilität
  • innovative Nutzungsszenarien im Alltag wie zum Beispiel Augmented Reality in Echtzeit
  • niedrigere Strahlungsdisposition durch etliche kleine Smart-Cells anstatt einem größeren Sender
  • künftig noch bessere Mobilfunktelefonie durch Vo5G (Voice over 5G)

Die Ahnengalerie des Mobilfunks

Retrospektiv wird etwa jedes Jahrzehnt eine frische, maßgebliche Mobilfunkgeneration erarbeitet sowie eingeführt. Begonnen hat all das in den damaligen 1980er Jahren mit der ersten Generation des Mobilfunks. Dabei handelte es sich noch um das analoge Kabelnetz, mit dem man nur am Telefon sprechen konnte. In den zeitigen 1990er Jahren wurde mit einem GSM-Standard das allererste digitale Handynetz entwickelt. Außer der Telefonie war mit dem Mobilfunkstandard nun ebenfalls die mobile Datenübertragung realisierbar. Allerdings dauerte dies äußerst lange, weshalb GSM zuerst mit dem Mobilfunkstandard GPRS wie auch danach mit Edge erweitert wurde, die die Daten flotter transferieren konnten. Im Jahr 2000 wurde mit entsprechendem UMTS-Standard die dritte Mobilfunkgeneration eingeführt. Mit dem neuen Mobilfunkstandard war es letztendlich machbar mobil online zu sein. Mit der Einführung von LTE Advanced in der 4. Auflage wurden die Innovationen des 3G-Netzes nochmals verbessert und es war möglich noch eine größere Anzahl Daten zu transferieren. Die fünfte Mobilfunkgeneration stellt demgegenüber nicht mehr nur eine Evolution der bisherigen Mobilfunkstandards dar. Aufgrund großer Datenraten, kurzer Latenzzeiten und höherem Frequenzspektrum zählt er als wichtiger Impulsgeber für die kommende Digitalisierung.

Die Weichen für die Gigabyte-Gesellschaft sind gestellt!

Mit dieser schnellen Entwicklung und Ausbreitung von Handys, Tablet-PCs und Laptops hat die portable Datenkommunikation zunehmend mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei hat jegliche vergangene Mobilfunkgeneration neue Applikationen ermöglicht, welche das Leben bereichert und verändert haben.

Mit 5G ist jetzt ein Mobilfunkstandard hier, der wichtige technische Anforderungen zur Digitalisierung unserer Gesellschaft bereit stellt. Doch bloß zumal 5G gerade der modernste Mobilfunkstandard zu sein scheint, bedeutet es nicht, dass nicht bereits jetzt an den neuen Technologien gearbeitet wird.

Möchten auch Sie die Weichen stellen, mit dem Ziel, von der modernen Mobilfunktechnologie zu lukrieren? Oder interessieren Sie sich für unsere Dienste rund um den Mobilfunk? Kontaktieren Sie uns.

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